Konstruktionsarten

Welche Treppenkonstruktion kommt für mein Bauvorhaben in Frage?

Die Antwort hängt von verschiedenen Kriterien ab:

  • Wieviel Platz steht für meine Treppe zur Verfügung?
  • Steht die Treppe frei im Raum? Kann sie an einer tragenden Wand befestigt werden? Soll eine Fensterfläche überbrückt werden?
  • Welcher Treppengrundriss soll umgesetzt werden? Geradläufig, mit Podest, gewendelt?
  • Welches Material soll für meine Treppe zum Einsatz kommen? Holz, Metall oder Stein? Oder auch eine Kombination?
  • Soll es eine offene oder eine geschlossene Treppe mit Stellstufen sein?
  • Welches Treppengeländer passt zum Raum?
  • Welche Wirkung will ich mit meiner Treppe erzielen?

Und das sind bei Weitem nicht alle Fragen, die Ihre Entscheidung für Ihre Traumtreppe beeinflussen.

Wie unterscheiden sich Freitragende Bolzentreppen, Hängetreppen, Zweiholmtreppen, Wangentreppen und Spindeltreppen?

Im Folgenden wollen wir Ihnen in einer kleinen Zusammenfassung die verschiedenen Treppenkonstruktionen mit ihren Besonderheiten vorstellen. Welche Treppe genau zu Ihren Vorstellungen und Platzverhältnissen passt, lässt sich am besten in einem persönlichen Gespräch in unserem Treppenstudio oder auch bei Ihnen vor Ort klären. Vereinbaren Sie einen Termin mit uns!

Freitragende Bolzentreppen

Die freitragende Bolzentreppe wird häufig auch nur als freitragende Treppe bezeichnet. Bei dieser Konstruktionsart sind die Treppenstufen durch Metallbolzen miteinander verbunden und es wird keine Unterkonstruktion benötigt. Wandseits werden die Stufen mit Bolzen verankert. Diese Treppe wirkt sehr leicht, da sie im Treppenauge komplett frei ist. Sie lässt viel Licht in den Raum.

Beispiel für eine typische freitragende Bolzentreppe, hier mit Granitstufen und Relinggeländer

Tragende Elemente: Bolzen zwischen den Stufen
Stufenmaterial: Holz, Longlife Sicherheitsstufen, Stein
Grundrisse: Geradläufige Treppen, Podesttreppen und gewendelte Treppen
Geländer: Stabgeländer, Relinggeländer, Glasgeländer

Hängetreppen / Geländertragende Bolzentreppe

Auf der freien Treppenseite werden die Stufen der Hängetreppe mit Hilfe der Geländerstäbe am Handlauf aufgehängt und dadurch getragen, auf der anderen Seite mit Bolzen in der Wand verankert. Die einzelnen Stufen sind durch Bolzen miteinander verbunden. Da auch bei der Hängetreppe eine Unterkonstruktion entfällt, wirkt diese immer leicht und filigran.
Ein typisches Merkmal einer Hängetreppe ist der breite Rechteckhandlauf aus Holz, der die Konstruktion trägt.

Beispiel für eine Hängetreppe, hier mit Holzstufen und dem typischen Stabgeländer mit Holzhandlauf

Tragendes Element: Handlauf des Geländers
Stufenmaterial: Holz, Longlife
Grundrisse: Geradläufige Treppen, Podesttreppen und gewendelte Treppen
Geländer: Stabgeländer mit Holzhandlauf und Stäben aus Edelstahl oder Holz

Zweiholmtreppen

Eine Zweiholmtreppe besteht aus einer Metallunterkonstruktion die an der Decke aufgehängt und punktuell an der Wand befestigt ist. Auf zwei parallel verlaufenden Holmen liegen die Stufen auf, wobei die Stufen noch seitlich und nach vorne herausragen. Fast jedes Stufenmaterial ist möglich: Holz, Longlife, Stein und auch Glas.
Das Geländer verläuft seitlich der Treppe. Dadurch lassen sich die Stufen leicht pflegen.
Zweiholmtreppen waren in den Letzten Jahren sehr beliebt und fügen sich auch heute in ein modernes Wohnambiente ein. Ein besonderer Vorteil von Zweiholmtreppen ist die einfache Möglichkeit, die Treppenstufen auszutauschen. Falls Sie bereits eine Zweiholmtreppe besitzen und an eine Renovierung denken beraten wir Sie gerne.

Beispiel für eine typische Zweiholmtreppe, hier mit Longlifestufen und Relinggeländer

Stufenmaterial: Holz, Laminat, Stein, Glas
Grundrisse: Geradläufige Treppen, Podesttreppen und gewendelte Treppen
Geländer: Stabgeländer oder Relinggeländer, meist aus Metall mit Handlauf aus grundiertem Stahl, Edelstahl oder Holz

Wangentreppen

Die Wangentreppe ist vermutlich die älteste und am häufigst eingebaute Treppenkonstruktion. Zwei Wangen verlaufen rechts und links der Stufen, wobei eine Wange meist an der Wand befestigt ist. Die Treppenstufen sind bei Holztreppen z.b. in die Wangen eingestemmt oder liegen bei Metalltreppen auf Profilen auf. Wobei es sowohl für Holzwangentreppen als auch Flachstahlwangentreppen viele unterschiedliche Kontruktionsvarianten gibt.
Ganz im Trend sind Flachstahlwangentreppen, die schlicht und puristisch daherkommen.

Tragende Elemente: Wangen aus Metall oder Holz rechts und links der Stufen
Stufenmaterial: bei Metallkonstruktion: Holz, Longlife, bei Holzkonstuktion: Holzstufen
Grundrisse: Geradläufige Treppen, Podesttreppen und gewendelte Treppen
Geländer: Stabgeländer oder Relinggeländer

Beispiel für eine Flachstahlwangentreppe, hier mit Holzstufen und Relinggeländer

Beispiel für eine Holzwangentreppe, hier mit weiß lackierten Wangen und Geländerpfosten

Beispiel für eine Holzwangentreppe

Spindeltreppen

Spindeltreppen zeichnen sich dadurch aus, dass die Stufen spiralförmig um die zentrale Spindel verlaufen. Daraus ergibt sich ein ein runder Treppengrundriss, der auch auf kleinstem Raum Platz haben kann, wie dies bei unseren Design-Raumspartreppen der Fall ist.

Großzügig geplante Spindeltreppen hingegen werden oft wegen ihrer besondere Wirkung eingebaut.

Beispiel für eine Spindeltreppe
Beispiel für eine Spindeltreppe, hier mit Longlifestufen

Tragende Elemente: Zentrale Metallspindel mit Stufenträgern für Holzstufen
Stufenmaterial: Holz, Longlife oder Stein
Grundrisse: Spindeltreppe
Geländer: Stabgeländer oder Relinggeländer